Veranstaltungshinweis

Hier der Hinweis auf eine Podiumsdiskussion ‘Auswirkungen der EU-Regulierung auf die Qualität der Abschlussprüfung in Deutschland’.
Inhalt: Die Reform der europäischen Abschlussprüfung wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen. Neben die novellierte Achte EG-Richtlinie (2014/56/EU) für alle prüfungspflichtigen Unternehmen tritt eine neue Verordnung (Nr. 537/2014 EU), die sich lediglich an die Prüfung von Unternehmen des öffentlichen Interesses richtet. Die EU- Mitgliedstaaten müssen die neuen Regularien grds. bis zum 17.06.2016 umsetzen, wobei der deutsche Gesetzgeber bislang noch keine Umsetzungsvorschläge vorgelegt hat. Vor diesem Hintergrund hat sich die Podiumsdiskussion zum Ziel gesetzt, ausgewählte Regulierungsmaßnahmen (z.B. Einführung der externen Rotation, Begrenzung einer kombinierten Prüfungs- und Beratungstätigkeit) und ihre Einwirkungen auf die Qualität der Abschlussprüfung in Deutschland zu diskutieren. Hierbei soll auch die Interaktion des Abschlussprüfers mit anderen Überwachungsinstanzen (z.B. Aufsichtsrat bzw. Prüfungsausschuss) reflektiert werden.
Veranstalter und Moderation: Prof. Dr. Patrick Velte
Ort: Leuphana Universität Lüneburg, Scharnhorststraße 1, 21335 Lüneburg, Campus Hörsaal 5
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Die ‚Big Three’, KPMG, PwC und EY, 
dominieren den Markt für Abschlussprüfung in Deutschland

Die ‚Big Three’, KPMG, PwC und EY, 
dominieren den Markt für Abschlussprüfung in Deutschland im Segment der börsennotierten Unternehmen eindeutig. Das ist ein Ergebnis der Studie ‚Audit Monitor – Markt für Abschlussprüfung in Deutschland’, in der die Mandats- und Honorarstrukturen von 449 börsennotierten Gesellschaften untersucht worden sind.
Das gesamte in den jeweiligen Anhängen der 449 Unternehmen publizierte Honorarvolumen beträgt danach für das Jahr 2013 915 Mio €. Es ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Davon entfallen rd. 92 % auf KPMG, PwC und EY. Auf die ‚Big Three’ vereinen sich auch mehr als die Hälfte der Mandatierungen in der anstehenden Prüfungssaison 2014. Angesichts der Tatsache, dass der weitaus größte Teil der publizierten Abschlussprüferhonorare auf lediglich 15 Abschlussprüfungsgesellschaften entfallen, was einem Marktanteil von 99% entspricht, ist anbieterseitig eindeutig von einer Konzentration im Markt für Abschlussprüfung auszugehen. Im SDAX, TecDAX und bei den kleineren börsennotierten Unternehmen kommen auch die großen mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die sich in der Regel internationalen Netzwerken angeschlossen haben, zum Zuge.
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Arbeits- und Tätigkeitsschwerpunkte der APAK im Jahr 2015

Das Arbeitsprogramm der APAK für das Jahr 2015 beinhaltet mindestens drei Schwerpunktthemen, nämlich
  • die Umsetzung der EU-Reform zur Abschlussprüfung,
  • der Dialog mit den Prüfungsausschüssen der Aufsichtsräte,
  • Beobachtung möglicher Auswirkungen von „Big Data“ auf die Abschlussprüfung.
Hier der Link zum Arbeitsprogramm .
Die Schwerpunkthemen der Abteilung Sonderuntersuchungen der APAK betreffen laut einer Mitteilung vom 17.Dezember 2014
  • die Vorgaben für die Untersuchung des Qualitätssicherungssystems von Praxen einschließlich des Transparenzberichts,
  • die Vorgaben für die Untersuchung einzelner Aufträge über gesetzliche Abschlussprüfungen von Unternehmen i.S.d. § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB,
  • die Darstellung der weiteren Aufgabengebiete der Abteilung national und international.
Die Abteilung Sonderuntersuchungen der APAK nimmt in Stichproben Sonderuntersuchungen bei Berufsangehörigen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vor, die gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen bei Unternehmen von öffentlichem Interesse (PIEs) i.S.v. § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB durchführen.
Hier der Link zur APAK-Mitteilung.
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Ebner Stolz zum Abschlussprüfer bei Hanse Yacht vorgeschlagen

Der Aufsichtsrat der Hanse Yacht AG hat der Hauptversammlung auf Empfehlung seines Prüfungsausschusses vorgeschlagen,
  • die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014/2015 zu bestellen.
  • die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, zum Prüfer für eine prüferische Durchsicht unterjähriger Finanzberichte für das Geschäftsjahr 2014/2015 für den Fall zu wählen, dass der Vorstand entscheidet, eine entsprechende prüferische Durchsicht vorzunehmen.
Eber Stolz war auch schon im Vorjahr der Abschlussprüfer der Hanse Yacht Gruppe. Die im Anhang ausgewiesenen Honorare betrugen insgesamt 160 TEUR (Vorjahr 135 TEUR) davon
  • Abschlussprüfung in Höhe von 66 TEUR (Vorjahr 84 TEUR),
  • andere Bestätigungsleitungen in Höhe von 64 TEUR (Vorjahr 31 TEUR),
  • Steuerberatung Höhe von TEUR 0 (Vorjahr 0 TEUR),
  • sonstige Leistungen in Höhe von 30 TEUR (Vorjahr 20 TEUR).
“Die Abschlussprüfungsleistungen betreffen jeweils die Jahres- und Konzernabschlussprüfung der HanseYachts AG (inklusive Auslagen). Andere Bestätigungsleistungen betreffen die Zwischenabschlussprüfung zum 31. Dezember 2013 für Zwecke der Einbeziehung des HanseYachts-Konzernabschlusses in den übergeordneten Konzernabschluss der Aurelius AG, die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses zum 31. März 2014 und einen Comfort Letter im Zusammenhang mit der Platzierung der Anleihe 2014/19.”
Die Konzernbilanzsumme betrug zum Stichtag 67,2 Mio. Euro (Vorjahr 54,1 Mio. Euro), der Konzernumsatz 91,4 Mio EUR (Vorjahr 80, 9 Mio EUR). Im Jahresdurchschnitt sind 817 Mitarbeiter beschäftigt worden (Vorjahr 687). Die Aktie der Hanse Yachts AG ist im General Stand an der Frankfurter Börse notiert, also in einem organisierten Markt im Sinne von § 2 Absatz 5 WpHG. Es handelt sich um ein Unternehmen im öffentliche Interesse (‘PIE’).
Die Aktionärsstruktur stellt sich derzeit wie folgt dar:
Quellen:
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Aktionärsschützer fordern transparente Ausschreibungsverfahren

Die externe Rotation beschäftigt auch die Aktionärsvertreter von der DSW. Sie fordern transparente Ausschreibungsprozesse.  Hier ein aufschlussreiches Zitat von Marc Tüngler, Rechtsanwalt, Hauptgeschäftsführer der DSW und Vorstandsmitglied des ADAR – Arbeitskreis deutscher Aufsichtsrat e.V.:
“Vor dem Hintergrund der in Zukunft anstehenden Ausschreibungsverfahren, wäre es aus Sicht der DSW wichtig, dass Aufsichtsräte im Fall des Wechsels des Abschlussprüfers einen strukturierten Auswahlprozess etablieren. Die Empfehlung des Prüfungsausschusses zur Auswahl des Abschlussprüfers als Grundlage für den Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung muss transparent sein und auf vorher definierten Qualitätskriterien beruhen. Benchmarks zur Honorarstruktur können hier sehr hilfreich sein. Die DSW wird hier gezielt in den kommenden Hauptversammlungssaisons nachfragen.”
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